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  • Nicht Ihr Eigentum, aber schnell Ihr Problem!

    15. Februar 2019

    Ein Großteil der Industriebetriebe benötigt für die laufende Produktion Formen und Werkzeuge. So muss sich fast jedes Unternehmen mit diesem Thema auseinandersetzen. Doch wie versichern Sie die Werte so, dass es im Schadenfall zu keinen Problemen kommt? Hier gibt es eine Vielzahl an Stolpersteinen.

    Allein kleine Fehler bei der Ermittlung des Versicherungswertes können leicht zu einer erheblichen Unterversicherung in Millionenhöhe führen. Dies ist jedoch nur einer der möglichen Fallstricke, die im Aktenschrank und Ihren Versicherungspolicen lauern. Neben den grundsätzlichen Fragen, gegen welche Gefahren und zu welchem Wert (Gemeiner-, Zeit- oder Neuwert) fremde oder auch eigene Formen versichert werden sollen oder müssen, sind viele Fragen zu klären. Wie steht es mit der Nachweisführung im Schadenfall? Führen Sie aktuelle und aussagekräftige Bestandslisten? Bei Sachen, die einer Abnutzung unterliegen, kann die Entschädigung schnell gekürzt werden, gerade wenn es an Nachweisen mangelt. Auch die richtige Positionszuordnung ist entscheidend. Die Position Modelle und Muster ist nur geeignet, wenn die dort erfassten Formen und Werkzeuge sicher nicht mehr für die laufende Produktion benötigt werden. Gibt es im Versicherungsvertrag Regelungen, welche die Entschädigung für fremdes Eigentum einschränken oder gilt die Deckung vielleicht nur subsidiär? Und natürlich sollte die Kostenfrage nicht unberücksichtigt bleiben! Bezahlen Sie Prämie für fremde Formen, die unnötig lange in Ihrem Betrieb verbleiben? Wir haben die für Sie passenden Lösungen, um gravierende Deckungslücken zu vermeiden! Wir beraten Sie gerne zu diesem Thema!

  • RMK klärt auf – 10 Verkehrsrechtsirrtümer!

    15. Januar 2019

    1. Ich darf hupen, wenn mir etwas nicht passt!
    Nein, verboten. Gehupt werden darf nur in Gefahrensituationen.

    2. Ich darf so langsam fahren wie ich will!
    Nein. Man darf nicht grundlos langsamer fahren als erlaubt und den Verkehrsfluss behindern.

     3. Bei schlechter Sicht mache ich die Nebelschlussleuchte an!
    Falsch. Erst wenn die Sichtweite unter 50 m liegt, darf die Nebelschlussleuchte eingeschaltet werden.

     4. Auf Supermarktparkplätzen gilt die StVO, wenn dort ein entsprechendes Schild steht! Ich habe also Vorfahrt, wenn ich von rechts komme!
    Nein. Rechts vor links gilt nur, wenn die Fahrspuren auf dem Parkplatz eindeutig markiert und als Straßen erkennbar sind. Auf Supermarkplätzen muss man sich mit den anderen Verkehrsteilnehmern verständigen.

     5. Ich stelle mich auf einen freien Parkplatz, um ihn für meinen Mann zu reservieren!
    Besser nicht. Parklücken dürfen nicht reserviert werden.

     6. Eine Rettungsgasse wird gebildet, wenn man das Einsatzfahrzeug von hinten kommen hört!
    Ganz falsch. Die Rettungsgasse muss in jedem Stau immer freigehalten werden.

     7. Bei Stau fahre ich auf dem Standstreifen bis zur nächsten Ausfahrt!
    Nein. Der Standstreifen ist ausschließlich Pannenfahrzeugen vorbehalten.

    8. Meinen Smart parke ich quer!
    Lieber nicht. Viele Gerichte fordern, dass parallel zur Fahrbahn geparkt werden muss.

     9. Einen Bus mit Warnblicklicht darf ich nicht überholen!
    Falsch. Man darf ganz langsam mit Schrittgeschwindigkeit an dem Bus vorbeifahren. Das gilt auch für den Gegenverkehr.

    10. Im Sommer fahre ich Barfuß!
    Ok. Das ist grundsätzlich erlaubt. Wenn dadurch aber ein Unfall verursacht wird, ist man mit schuld.

  • Welche Auswirkungen hat der Brexit auf den Versicherungsschutz?

    15. November 2018

    Am 29.03.2019 ist es soweit: Großbritannien steigt aus der EU aus. Die Auswirkungen sind in vielerlei Hinsicht noch unklar – deutsche Unternehmen rechnen jedoch unter anderem mit einem schlechteren UK-Handel. Aber auch aus versicherungstechnischer Sicht ist mit Problemen zu rechnen.

    Das gilt vor allem für den Fall, dass der Versicherer seinen Sitz in Großbritannien hat. Noch schwieriger wird es, wenn es einen sog. harten Brexit gibt, was den kompletten Austritt Großbritanniens aus dem europäischen Binnenmarkt und der Zollunion bedeutet. Großbritannien wird quasi zum Drittstaat. Britische Versicherer dürfen dann keine Geschäfte in der EU mehr tätigen. Bereits bestehende Verträge deutscher Versicherungsnehmer mit einem britischen Versicherer wären im schlimmsten Fall mangels der erforderlichen Lizenz nichtig – es bestünde also kein Versicherungsschutz mehr.

    Auch bei internationalen Programmen, mit denen z. B. UK-Risiken im Master-Vertrag über FOS (Freedom of service) abgesichert werden, könnte es Schwierigkeiten geben. Eine derartige Absicherung wäre bei einem harten Brexit nicht mehr möglich. In der Regel müsste das deutsche Unternehmen daher eine eigene Lokalpolice in Großbritannien abschließen, um weiterhin ausreichend Versicherungsschutz für z. B. eine Niederlassung in Großbritannien zu genießen.

    Viele britische Versicherer werden deshalb jetzt schon tätig und suchen nach Lösungen, um ihren Kunden auch weiterhin denselben Versicherungsschutz bieten zu können. Einige gründen beispielsweise neue Unternehmen in Europa und übertragen ihre Geschäfte auf diese.

    Aufgrund der immensen Auswirkungen des Brexit wird derzeit ferner über eine Verlängerung der Übergangsfrist bis Ende 2021 diskutiert. In dieser Zeit soll Großbritannien weiterhin die Vorteile des europäischen Binnenmarktes und der Zollunion genießen – evtl. wird auch ein Abkommen mit der EU verhandelt, um einen harten Brexit zu verhindern.

    Sie wollen wissen, ob Ihr Versicherungsvertrag vom Ausstieg Großbritanniens aus der EU betroffen ist? Kommen Sie zu uns – wir beraten Sie gerne zu diesem Thema.

  • Was, wenn das Licht ausgeht?

    15. Oktober 2018

    Immer wieder kommt es meist zu kleineren und kurzen Stromausfällen, deren Auswirkung nur selten deutlich spürbar sind. Was aber, wenn der Energielieferant für einen längeren Zeitraum ausfällt? Es kommt zu Produktions- oder Umsatzausfällen und somit zu einer Betriebsunterbrechung. Aber ist der Ausfall der öffentlichen Versorgung mit Strom, Gas, Wärme und Wasser ein versicherbarer Schaden?

    Eine Deckung durch die Betriebsunterbrechungsversicherung setzt voraus, dass ein Sachschaden an der dem Betrieb dienenden Sachen auf dem Versicherungsgrundstück infolge einer versicherten Gefahr vorliegen muss. Wird z.B. die Stromlieferung durch ein Feuer beim Energielieferanten unterbrochen, liegt ein Schaden an einer dem Betrieb dienenden Sache vor. Aber auf dem Grundstück des Energieversorgers und nicht auf dem des Versicherungsnehmers. Und nun? Ein klassischer Rückwirkungsschaden. Denn der Versicherer leistet auch dann Entschädigung, wenn es zu einem Ertragsausfallschaden infolge eines Sachschadens an Sachen auf dem Betriebsgrundstück eines Lieferanten kommt. Nun ist aber der Ausfall der Energieversorgung nicht immer auf einen Sachschaden zurück zu führen. Ist der Auslöser eine einfache technische Störung besteht die Gefahr, dass kein Deckungsschutz vorliegt.

    Um diese Lücke zu schließen geht die Energieausfallversicherung noch einen Schritt weiter. Hier muss kein Sachschaden vorliegen, sondern die Ursache für das Schadenereignis muss im Bereich des öffentlichen Versorgungsnetzes liegen. Interessant ist so eine Versicherung für Betriebe, die sehr stark von der Energieversorgung abhängig sind und bereits nach einem kurzzeitigen Energieausfall eine Unterbrechung der Produktion fürchten müssen.

    Lassen Sie uns darüber sprechen, ob Ihr Betrieb ein Risiko hinsichtlich Versorgungsstörungen birgt. Wir erarbeiten für Sie die passende Versicherungslösung - damit Ihnen nicht das Licht ausgeht!

  • Blaulicht hat Vorfahrt!

    13. September 2018

    Einsatzwagen mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn haben Vorfahrt. Wer in eine Kreuzung einfährt und mit einem Fahrzeug im Notfalleinsatz zusammenstößt, zahlt den Schaden an seinem Fahrzeug nahezu komplett selbst.

    Die Erfahrung musste eine Frau machen, die mit ihrem Pkw in eine Kreuzung einfuhr, obwohl sie das Martinshorn und das Blaulicht des sich nähernden Feuerwehrfahrzeugs gehört hatte. Ihre Ampel zeigte Grün und sie glaubte, dass das Feuerwehrfahrzeug ihren Fahrweg nicht kreuzen werde. Das war ein teurer Irrtum.

    Die Frau wollte den Schaden an ihrem Fahrzeug vom Versicherer des Feuerwehrfahrzeugs ersetzt bekommen. Der Fall landete vor Gericht. Das OLG Hamm urteilte, dass ein solches Verhalten grob fahrlässig ist und sie daher einen Großteil ihres Schadens selbst zu tragen hatte; nicht der Versicherer des Unfallgegners (9 U 34/17).

    Bei einem solchen Verhalten muss man darüber hinaus damit rechnen, dass auch der eigene Vollkaskoversicherer den Schaden am Pkw nicht komplett übernehmen wird. Wie das in dem Fall der oben genannten Frau ausgegangen ist, ist nicht überliefert. Grundsätzlich können Vollkaskoversicherer ihre Leistung bei grobfahrlässig verursachten Schäden kürzen. Das kann sogar zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Die Versicherer verzichten nur dann auf eine Leistungskürzung, wenn grob fahrlässig verursachte Schäden mitversichert sind. Das kostet zwar etwas mehr Prämie, lohnt sich aber.

    Unser Tipp: Einsatzfahrzeugen freie Fahrt gewähren und den Kasko-Versicherungsschutz um grob fahrlässig verursachte Schäden erweitern.