Alle News im Überblick...

  • Ohne Gurt - selbst schuld!

    29. November 2019

    Die Verletzungsstatistik hat bewiesen, dass das Anschnallen im Auto Leben rettet. Ohne Gurt fliegen die Insassen bei einem Unfall durchs Auto, manchmal sogar durch die Windschutzscheibe. Auch der Airbag kann ohne Gurt zu einer tödlichen Gefahr werden. Nicht angeschnallte Fahrer und Mitfahrer knallen bei einem Unfall mit großer Wucht ungebremst auf den auslösenden Airbag. Die Folgen sind schlimm.

    Obwohl jeder weiß, dass Anschnallen wichtig ist,  gibt es  immer wieder Autofahrer und Mitfahrer, die den Gurt nicht nutzen. Damit riskieren Sie nicht nur ihr Leben, sondern auch ihren Versicherungsschutz.

    Ein aktuelles Urteil des OLG Rostock (5 U 55/17) besagt, dass nicht angeschnallten Personen ein erhebliches Mitverschulden angerechnet werden kann. Was war passiert? Eine 16-jährige Frau war zu zwei Bekannten ins Auto gestiegen, ohne sich anzuschnallen. Das Fahrzeug kam von der Fahrbahn ab. Ein Beifahrer starb. Die junge Frau überlebt schwer verletzt. Sie wird für den Rest ihres Lebens behindert sein und muss rund um die Uhr betreut werden. Der Kfz-Versicherer zahlte ihr nur wenig Schmerzensgeld, weil er der Meinung war, dass ihre Verletzungen mit angelegtem Gurt nicht so gravierend gewesen wären. Die 16-Jährige wollte 350.000 € Schmerzensgeld und klagte. Die Richter gaben einer Kürzung von 1/3 statt. Die junge Frau erhält in ihrer schwierigen Lage somit über 100.000 € weniger, weil sie den Gurt nicht nutzte.

    Unser Tipp: Lassen Sie es nicht so weit kommen. Schnallen Sie sich an und achten auch darauf, dass mitfahrende Kinder angeschnallt sind.

  • INNOVATION IN DER BRANDDETEKTION – WIE „SCHWERE“ BETRIEBSARTEN WIEDER VERSICHERBAR WERDEN

    23. Oktober 2019

    Gerade in Branchen, bei denen typischerweise mit verschmutzten/staubbelasteten Atmosphären wie im Bereich des Recyclings, der Müll-, Holz- und Papierindustrie gearbeitet wird, sind die Versicherer äußerst zurückhaltend, was die Zeichnungspolitik betrifft. Doch mit welchen Maßnahmen werden auch diese Risiken wieder versicherbar und dies zu guten Konditionen und weitreichenden Deckungen?

    Die Versicherer fordern nahezu immer eine entsprechende Branddetektion. Ist keine Branddetektion vorhanden, wird es schwer, ein solches Risiko am Markt zu platzieren. Doch auch die herkömmlichen Meldesysteme bzw. Brandmeldeanlagen geraten bei solch extremen Bedingungen an ihre Grenzen und verursachen häufig Fehlalarme oder melden im schlimmsten Fall gar nicht oder zu spät.

    Ärger und Frustration sind hier vorprogrammiert. Speziell für diese Bereiche gibt es nun eine VdS-anerkannte Infrarot-Branddetektion. Hier werden Wärmequellen frühzeitig lokalisiert und gemeldet – oft weit vor der ersten Rauch- und Flammenbildung. So kann ein Großschaden meist noch verhindert werden, bevor es zu spät ist. Mit diesen Systemen werden die Risiken nicht nur minimiert, es kann so auch ein Weg eingeschlagen werden, um die Deckung entsprechend am Markt platzieren zu können.

    Wir haben für fast jedes Problem den passenden Lösungsweg und begleiten Sie auf dem Weg zur Umsetzung. So schaffen wir es, dass auch kritische Bereiche und Branchen zu guten Konditionen versichert werden und versicherbar bleiben.

  • Zu alt für die betriebliche Altersversorgung?

    25. September 2019

    Nur noch ein paar Jahre bis zur Rente, das Einkommen ist jetzt am Höchsten, die Kinder sind aus dem Haus und Zinsen bei der Bank gibt es nicht mehr. Lohnt sich jetzt noch die betriebliche Altersversorgung über die Entgeltumwandlung?

     

     

    Diese Frage bekomme ich nicht selten gestellt. Regelmäßig antworte ich klar mir Ja!

    Mit dem richtigen Versicherer, der aufgrund seiner finanziellen Stärke solch kurzlaufenden Verträge anbieten kann. Natürlich gehört auch dies zur richtigen Auswahl des Versicherers dazu – dafür ist der Arbeitgeber zuständig bzw, wir als Spezialisten im Auftrag des Arbeitgebers. Sicher gibt es noch weitere Punkte bei der Anbieterauswahl, die man als Arbeitgeber beachten und notfalls nachweisen muss.

    Also, was tun mit „überschüssigem“ Gehalt? Auf‘s Festgeldkonto oder doch noch eine Entgeltumwandlung über die Firma?

    In der Folge vergleichen wir die Nettoauszahlung über das Gehalt und die Anlage auf einem Tagesgeldkonto mit der Entgeltumwandlung – und zwar nach Steuern.

    Als Faustformel gilt, aus 50 € Netto, werden 100 € Entgeltumwandlung. Darauf gibt der nicht tarifgebundene Arbeitgeber nochmals 15 € Pflichtzuschuss. Somit stehen auf der einen Seite 50 € fürs Festgeldkonto und auf der anderen Seite 115 € für die Entgeltumwandlung.

    Nehmen wir mal an, eine Person mit 62 Jahren überlegt, was sie bis 67 machen soll – somit sprechen wir über eine Laufzeit von 5 Jahren.
    Bei einer Bank mit Sitz in Deutschland erhält man mit viel Glück 0,2 % Verzinsung.

    Ohne Steuerabzug erreicht man damit also in 5 Jahren 3.015,29 €. Ein magererer Zuwachs.

    Auf der anderen Seite steht eine Rentenversicherung mit Kapitaloption. Aus 115 € monatlich, werden garantiert 6.900 € vor Steuern. Mit heutigen Überschüssen 7.472,57 €. Sind wir konservativ und gehen von einer Reduzierung der bereits niedrigen Überschüsse um ein weiteres Prozent aus, erhalten wir 7.286,92 €.

    Nun müssen wir von diesen Werten noch die Steuer und möglicherweise Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge abziehen.

    Da der Betrag unter 18.690 € liegt, fallen gar keine Kranken- und Pflegebeiträge an. Gehen wir davon aus, dass die Musterperson eine hohe monatliche Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung von 2.000 € erhält und dies auch der zu versteuernde Betrag ist (normalerweise fallen noch Werbungskosten und Freibeträge an), kommt die Person – inkl. der Kapitalabfindung auf ein zu versteuerndes Einkommen von 31.286,92 € und muss somit 2.168 € mehr Steuern zahlen als nur mit der Jahresrente von 24.000 € ohne Entgeltumwandlung. Bleiben als von den 7.286,92 € noch 5.118,92 € übrig. Beim Tagesgeldkonto waren es 3.015,29 €.

    In beiden Fällen hat die Person 50 € aus dem Netto aufgewendet.

    Die Rendite bei der Entgeltumwandlung aufgrund der im Marktvergleich mit anderen Anlageformen überdurchschnittlichen Verzinsung des Versicherers, der staatlichen Förderung und dem AG-Zuschuss liegt bei Sage und Schreibe 21,38 %.

    Ganz offen, wie wäre Ihre Entscheidung in diesem Fall? Es lohnt sich also immer, das Gespräch mit Spezialisten zu suchen.



  • „Additional Insured“ – ein oft von US-Kunden gewünschter Einschluss in die Betriebshaftpflichtpolice ihrer Abnehmer

    9. August 2019

    Will man Geschäfte mit Kunden in USA machen, steht man oft vor der Herausforderung, dass amerikanische Unternehmen in Ihren Verträgen fordern, dass sie als sogenannter „Additional Insured“ mit in die eigenen Haftpflichtversicherungspolicen aufgenommen werden wollen. Additional Insured kann relativ frei als „mitversicherte Person“ übersetzt werden und würde somit bedeuten, dass diese Unternehmen im Rahmen der Versicherung auch Ansprüche geltend machen könnten.

    Für die Versicherungen in Deutschland eine nicht gewollte Forderung, vor allem auch im Hinblick auf das dadurch entstehende Haftungsrisiko des Versicherers, welches bekanntlich in USA nicht zu unterschätzen ist. Somit wird kaum ein deutscher Versicherer eine derartige Aufnahme in die Police bestätigen.

    Nun stellt sich jedoch die Frage, was tun, um die Kundenanforderungen doch zu erfüllen und den Auftrag zu bekommen.

    Als möglicher Lösungsansatz für diese Problematik kann der Versicherungsnehmer in Abstimmung mit seinem Haftpflichtversicherer gegenüber seinem Kunden eine Freistellungserklärung (Hold Harmless Agreement) oder auch einen sogenannten Regressverzicht vertraglich vereinbaren. Sinn eines solchen Agreements ist es, den Versicherungsnehmer im Hinblick für ausschließlich solche Produktfehler freizustellen, die er als Produzent auch zu vertreten hat. Der Produkthaftpflichtversicherer wird dann dem Versicherungsnehmer Versicherungsschutz für solche Ansprüche gewähren, die auf der Basis der abgestimmten Freistellungserklärung erhoben werden.

    Die Regelung über eine Freistellungserklärung hat für den Produkthaftpflichtversicherer gegenüber dem Einschluss des Kunden als mitversicherte Person auch den Vorteil, dass auf diese Weise eine potentielle Zuständigkeit amerikanischer Gerichte in eventuell auftretenden deckungsrechtlichen Fragen vermieden wird. Der Haftpflichtversicherer wird dieser Variante daher immer den Vorzug geben.

    Sehen auch Sie sich, im Rahmen Ihrer täglichen Vertragsverhandlungen mit Kunden und Lieferanten, immer wieder dieser Thematik konfrontiert? Gerne können Sie sich diesbezüglich an das Team von RMK wenden. Wir werden versuchen eine auf Ihr Unternehmen zugeschnittene und versicherungsrechtlich saubere Lösung zu finden.

  • E-Scooter – was gilt?

    15. Juli 2019

    Am 15.06.19 ist die neue Verordnung für die E-Scooter mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 20 km/h in Kraft getreten. Sie dürfen jetzt von Fahrern ab 14 Jahren auf Radwegen und Straßen gefahren werden. In Fußgängerzonen und auf Gehwegen besteht Fahrverbot. Eine Helmpflicht besteht nicht.

    Für Fahrzeuge, die vor Inkrafttreten der Verordnung bereits auf dem Markt waren, muss man eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) vorzeigen können. Die ABE gibt es beim Hersteller. Hat der Hersteller keine ABE und holt diese auch nicht ein, kann man bei der Zulassungsstelle gegen Vorlage eines Gutachtens eine Einzelbetriebserlaubnis beantragen.

    E-Scooter sind versicherungspflichtig. Statt eines Versicherungskennzeichens gibt es eine Versicherungs-plakette, die auf den Scooter geklebt wird. Sie gilt immer bis Ende Februar und muss dann erneuert werden. RMK-Kunden erhalten die Plaketten bei uns.

    Übrigens: Hoverboards und sonstige Fahrzeuge ohne Lenk- und Haltstangen mit elektrischem Antrieb fallen nicht unter die Verordnung. Sind diese Fahrzeuge schneller als 6 km/h dürfen sie nicht im öffentlichen Raum bewegt werden.